Ärzte Zeitung, 21.01.2005

Gute Erfolge mit Dreifachtherapie bei Lymphomen

SAN DIEGO (eb). Patienten mit rezidivierenden indolenten, also niedrig malignen Lymphomen profitieren deutlich von einer Kombinationstherapie mit Bendamustin, Mitoxantron und Rituximab. Dies geht aus einer aktuellen Phase-II-Studie hervor. Mehr als 90 Prozent der Patienten sprachen auf die Behandlung an.

Die Ergebnisse der Studie sind vor kurzem bei der Jahrestagung der American Society of Hematology in San Diego vorgestellt worden. Gemacht hat die Untersuchung die Deutsche Studiengruppe indolente Lymphome um Privatdozent Rudolf Weide aus Koblenz. Die meisten Patienten hatten ein follikuläres oder ein Mantelzell-Lymphom. Die in San Diego vorgestellten Daten bestätigen die Ergebnisse einer Pilotstudie vor zwei Jahren.

Den aktuellen Ergebnissen zufolge lag die Gesamtansprechrate bei 93 Prozent: 37 von 41 Patienten sprachen auf die Kombitherapie an. 16 Patienten hatten eine komplette, 21 eine partielle Remission. Auch die meisten Patienten, die zuvor bereits mit dem Antikörper Rituximab behandelt worden waren, sprachen auf die Kombitherapie an, nämlich 14 von 19 Patienten (88 Prozent). Unerwünschte hämatotoxische Wirkungen waren reversibel und vom Grad III/IV.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »