Ärzte Zeitung, 02.02.2005

Hemmt UV-Licht die Entstehung von Krebszellen?

NASHVILLE (ple). Sonnenlicht hat möglicherweise einen positiven Effekt auf Inzidenz und Verlauf von Krebs. Erneute Hinweise darauf gibt es jetzt aufgrund der Ergebnisse zweier aktueller Fall-Kontroll-Studien, in denen der Zusammenhang zwischen UV-Exposition und malignen Lymphomen oder der Sterblichkeit an Melanomen untersucht wurde (J Nat Cancer Inst 97/3, 2005, 191 und 195).

In der einen Studie aus Schweden und Dänemark, in der die Daten von 3740 Lymphom-Patienten und 3187 Teilnehmern in der Kontrollgruppe ausgewertet wurden, war das Lymphomrisiko bei häufiger UV-Exposition um bis zu 40 Prozent vermindert.

In der zweiten Studie aus den USA war die Überlebensrate bei Melanom-Patienten, die häufig der Sonne ausgesetzt waren erhöht. Möglicherweise hängt der positive Effekt der UV-Strahlen mit der verstärkten Vitamin-D-Synthese zusammen. Das Vitamin hemmt Krebszellen, indem es den programmierten Zelltod und die Zell-Differenzierung fördert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »