Forschung und Praxis, 01.08.2005

Erfolgreiche Kombitherapie bei Lymphom-Patienten

Das Stickstoff-Lost-Derivat Bendamustin und der monoklonale Antikörper Rituximab wirken offenbar synergistisch bei Patienten mit rezidivierendem indolentem oder Mantel-Zell-Lymphom.

Das hat sich nach In-vitro-Versuchen jetzt auch in einer Phase-II-Studie bestätigt: 63 Patienten erhielten sechs Zyklen Rituximab (MabThera®, 375 mg / m2 am Tag 1) plus vier Zyklen Bendamustin (Ribomustin®, 90 mg / m2 an den Tagen zwei und drei) im Abstand von vier Wochen.

Die Ergebnisse haben Privatdozent Dr. Mathias Rummel von der Universitätsklinik in Frankfurt am Main und seine Arbeitsgruppe beim ASCO vorgestellt. Demnach sprachen insgesamt 57 Patienten (90 Prozent) auf die Kombinationstherapie an, und 60 Prozent von diesen hatten sogar eine komplette Remission.

Die Remission dauerte im Median 25 Monate. Die hämatologische Toxizität der Kombinationstherapie war gering. So hatten lediglich 16 Prozent der Patienten Granulozytopenien vom Schweregrad 3 bis 4. Die Therapie wird jetzt auch in zwei Phase-III-Studien geprüft. (otc)

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