Ärzte Zeitung, 25.08.2005

Mit Kombination gegen Leukämie

ORLANDO (ikr). Die kombinierte Immun-Chemotherapie aus dem Anti-CD52-Antikörper Alemtuzumab (MabCampath®) und Fludarabin (Fludara®) hat sich als vielversprechend bei Patienten mit chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) erwiesen, die zuvor medikamentös behandelt worden waren.

Studiendaten hierzu hat Professor Andreas Engert von der Uniklinik in Köln beim ASCO-Krebskongreß in Orlando in Florida vorgestellt.

Der Forscher hat in einer Phase-II-Studie 37 Patienten mit rezidivierter CLL behandelt, und zwar mit 30 mg Alemtuzumab i.v. in Kombination mit 30 mg/m2 Fludarabin i.v. an drei Tagen für sechs Zyklen alle vier Wochen. 83 Prozent der Patienten sprachen an: Es gab 19 partielle Remissionen und elf Komplettremissionen.

Bei 50 Prozent der Patienten wurden keine CLL-Zellen im Blut oder Knochenmark mehr nachgewiesen. Die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung dauerte 13 Monate. Toxizitäten waren Thrombozytopenien und Neutropenien.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »