Ärzte Zeitung, 19.02.2008

Gentherapie stärkt Immunabwehr bei Leukämie

SAN DIEGO (ple). Bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie gelingt es offenbar, die Immunabwehr gegen die Krebszellen mit einer Gentherapie zu stärken. Das haben Onkologen aus San Diego in Kalifornien entdeckt.

Die US-Hämatologen haben bereits sechs Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) gentherapeutisch behandelt (PNAS-Online). Mit Hilfe von Adenoviren als Genfähre schleusten sie den Bauplan für den Marker CD154 in Leukämiezellen, die sie zuvor CLL-Patienten entnommen hatten.

Anschließend wurden die veränderten Krebszellen reinfundiert. Durch die genetische Veränderung wirkten die Zellen als Impfstoff. Drei Patienten entwickelten tatsächlich Antikörper gegen das für Leukämiezellen spezifische Molekül ROR1, das für das Überleben der Krebszellen sorgt.

Die Onkologen vermuten aufgrund dieser ersten Studienergebnisse, dass Patienten durch eine Gentherapie die Leukämiezellen loswerden könnten, weil durch die Antikörper der Überlebensvorteil der Krebszellen zunichte gemacht wird.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »