Ärzte Zeitung online, 08.05.2009

Frauen geben Mammografie-Screening sehr gute Noten

AUGSBURG (eb). Frauen geben dem Mammografie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs gute Noten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Hochschule Augsburg und dem gemeinnützigen Verein mamazone, die am 8. Mai vorgestellt wurde.

Besonders positiv bewerteten die Frauen die Organisation und Durchführung des Programms. Bestnote erhielt das Einladungsschreiben, das von den sogenannten Zentralen Stellen versendet wird. Über 90 Prozent der befragten 1 000 Frauen würden sich wieder in einer Screening-Einheit untersuchen lassen.

Die Ergebnisse bestätigen das Resultat einer Befragung aus dem letzten Jahr, die von der Women's Health Coalition und der Frauenselbsthilfe nach Krebs initiiert wurde. Danach würden ebenfalls 90 Prozent der über 9 000 befragten Frauen wiederholt am Screening-Programm teilnehmen.

"Die aktuelle Studie belegt erneut: das Mammografie-Screening ist zu einem Erfolgsmodell geworden", sagt Dr. Bernhard Egger, Beiratsvorsitzender der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. "Auf die hohe Qualität des Programms legen alle am Programm Beteiligten großen Wert. Das kommt bei den Frauen gut an".

So wurde zum Beispiel im letzten Jahr das Einladungsschreiben unter wissenschaftlicher Begleitung des Psychologischen Instituts der Uni Köln weiterentwickelt. Zudem hat die Kooperationsgemeinschaft Mammografie mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum eine gemeinsame Informationsbroschüre veröffentlicht. In ihr werden allgemein verständlich die häufigsten Fragen zum Mammografie-Screening beantwortet.

Das Mammografie-Screening in Deutschland ist das größte flächendeckende Programm zur Früherkennung von Brustkrebs in Europa. Jüngst zeigten sich Experten der europäischen Referenzorganisation für das qualitätsgesicherte Brustkrebs-Screening (EUREF) beeindruckt von der schnellen und erfolgreichen Umsetzung der europäischen Leitlinien in Deutschland und bescheinigten eine sehr gute Qualität.

www.koop-mammo.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »