Ärzte Zeitung online, 25.06.2009

Zehn Jahre nach Selbst-Op am Südpol: Ärztin an Brustkrebs gestorben

NEW YORK (dpa). Eine US-amerikanische Ärztin, die sich vor zehn Jahren auf einer Forschungsstation in der Antarktis selbst an einem Brusttumor operiert hatte, ist nach CNN-Angaben im Alter von 57 Jahren gestorben. Dr. Jerri Nielsen hatte 1999 im antarktischen Winter einen Krebsknoten in ihrer Brust entdeckt und unter Anweisung von Chirurgen aus der US-Heimat selbst entfernt.

Sie wurde später in einer dramatischen Rettungsaktion von der Station abgeholt, in die USA zurückgeflogen und dort behandelt.

Nielsen starb am Dienstag umgeben von ihrer Familie im US-Bundesstaat Massachusetts, teilte ihr Bruder Eric Cahill dem Nachrichtensender am Mittwoch mit.

Laut Cahill war der Krebs zunächst in Remission gegangen, kehrte aber vor fünf Jahren mit Metastasen unter anderem in der Leber zurück. Trotz des Krebsleidens habe die geschiedene Frau und dreifache Mutter ihre Arbeit bis vor kurzem fortgesetzt, Vorträge gehalten, das Bestsellerbuch "Icebound" über ihre Erlebnisse im Eis geschrieben und noch einmal geheiratet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »