Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 25.06.2009

Zehn Jahre nach Selbst-Op am Südpol: Ärztin an Brustkrebs gestorben

NEW YORK (dpa). Eine US-amerikanische Ärztin, die sich vor zehn Jahren auf einer Forschungsstation in der Antarktis selbst an einem Brusttumor operiert hatte, ist nach CNN-Angaben im Alter von 57 Jahren gestorben. Dr. Jerri Nielsen hatte 1999 im antarktischen Winter einen Krebsknoten in ihrer Brust entdeckt und unter Anweisung von Chirurgen aus der US-Heimat selbst entfernt.

Sie wurde später in einer dramatischen Rettungsaktion von der Station abgeholt, in die USA zurückgeflogen und dort behandelt.

Nielsen starb am Dienstag umgeben von ihrer Familie im US-Bundesstaat Massachusetts, teilte ihr Bruder Eric Cahill dem Nachrichtensender am Mittwoch mit.

Laut Cahill war der Krebs zunächst in Remission gegangen, kehrte aber vor fünf Jahren mit Metastasen unter anderem in der Leber zurück. Trotz des Krebsleidens habe die geschiedene Frau und dreifache Mutter ihre Arbeit bis vor kurzem fortgesetzt, Vorträge gehalten, das Bestsellerbuch "Icebound" über ihre Erlebnisse im Eis geschrieben und noch einmal geheiratet.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »