Ärzte Zeitung, 16.10.2006

Bessere Therapie durch Gentest bei Brustkrebs

HEIDELBERG (ddp.vwd). Ein von deutschen Forschern entwickelter Gentest soll die Therapie von Frauen mit Brustkrebs sicherer machen. Mit dem Test werden Hormonrezeptoren im Tumor exakt bestimmt.

Hormonrezeptoren in Gewebe von Brustkrebstumoren werden bisher durch gefärbte histologische Proben des Tumors bestimmt. Jedoch haben Studien ergeben, daß die Ergebnisse zwischen Laboren variieren.

Und in der Histologie blieben wegen der begrenzten Sensitivität kleine Mengen der Östrogenrezeptoren oft unentdeckt, so Privatdozent Holger Sültmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Mit dem von Sültmann und seinen Kollegen entwickelten Test wird die Aktivität von zehn Markergenen des Tumors analysiert. Der Vorteil: Mehrere Komponenten des Signalwegs in der Zelle - und damit die tatsächliche Aktivität der Hormonrezeptoren - werden dargestellt. Die Gensignatur wurde an 257 Tumorproben getestet und erwies sich als mindestens so treffsicher wie die histopathologische Untersuchung. Der Gentest sei standardisiert und objektiv.

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