Ärzte Zeitung, 20.09.2007

Bisphosphonat schützt Knochen bei Brustkrebs

HONOLULU (ikr). Das Bisphosphonat Risedronat schützt die Knochen von Frauen, die wegen Brustkrebs knochenschädigende Medikamente erhalten.

In einer Studie hatten Frauen mit Brustkrebstherapie, die zum Knochenschutz Placebo erhielten, nach 24 Monaten signifikant an Knochenmasse verloren, und zwar an Hüfte und Wirbelsäule. Mit Risedronat war dieser Effekt viel geringer. Hiermit war die Knochendichte am Ende der Studie wesentlich höher als mit Placebo, wurde bei der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research in Honolulu berichtet.

Frauen mit Mamma-Ca erhalten häufig eine Chemotherapie, die die Menopause induziert und über einen Östrogenmangel den Knochenabbau fördert. Auch bei einer endokrinen Therapie mit den zunehmend zur Rezidiv-Prophylaxe verwendeten Aromatasehemmern ist das Osteoporose-Risiko erhöht.

Dr. Susan Greenspan von der Universität in Pittsburgh /USA und ihr Team haben daher 87 Brustkrebspatientinnen in der Postmenopause einmal wöchentlich mit 35 mg Risedronat oral (in Deutschland Actonel®) oder mit Placebo behandelt. Alle Frauen erhielten Kalzium und Vitamin D. Die Therapie dauerte zwei Jahre. Im ersten Studienjahr hatten viele Frauen noch das knochenschützende Tamoxifen als Hormontherapie erhalten. Im zweiten Jahr wurde jedoch jede zweite Frau mit einem Aromatasehemmer behandelt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »