Ärzte Zeitung für Onkologen/Hämatologen, 07.08.2008

Kombra will Helferinnen besser vernetzen

Frauen, die sich um Patientinnen mit Brustkrebs kümmern, sollen sich besser austauschen können

HAMBURG (di). Der Verein kombra Netzwerk e.V. bietet Frauen, die sich für Brustkrebspatientinnen engagieren, eine Vernetzung an. Ziel ist es, die unterschiedlichen ehrenamtlichen Gruppen und Profis zusammen zu bringen.

 Kombra will Helferinnen besser vernetzen

Mammografie zur Krebsfrüherkennung.

Foto: Kooperationsgemeinschaft Mammografie

Das Angebot des Hamburger Vereins richtet sich an ehrenamtlich und beruflich engagierte Frauen. Kombra organisiert etwa gemeinsame Fortbildungen mit Gesundheitsberufen oder einen Austausch unter betroffenen und engagierten Frauen.

Bekannt geworden ist Kombra durch seine im Jahr 2006 erstmals angebotene Schulung für erkrankte und gesunde Frauen, die in Selbsthilfegruppen und Patienteninitiativen mitarbeiten. Dies können neben Patientenvertreterinnen auch Ärztinnen, Pflegerinnen und Frauen aus anderen Berufen sein, die mit Brustkrebspatientinnen arbeiten. In dem fünftägigen Kompetenztraining geht es in laienverständlicher Sprache etwa um Genetik, Tumorbiologie und Qualitätskriterien in der Brustkrebsmedizin. Auch die Interpretation wissenschaftlicher Studien und die Kommunikation zwischen Ärzten und Patientinnen stehen auf dem Programm. Dabei fließen berufliche Erfahrung und die Perspektive der Patienten zusammen. "Der interdisziplinäre Ansatz ermöglicht es, vertrauensvoll zu arbeiten und voneinander zu lernen", glauben die Projektverantwortlichen. In diesem Jahr findet das Seminar vom 15. bis 19. November statt. Bei der Finanzierung wird der Trägerverein unter anderem von der Deutschen Krebsgesellschaft unterstützt. Initiatorin Brita Tenter hat die Idee in den USA kennen gelernt. Dort werden seit Jahren sogenannte "Patient Advocates" geschult.

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