Ärzte Zeitung online, 09.09.2009

Alkohol, Rauchen und Übergewicht erhöhen Rezidivrisiko bei Brustkrebs

SEATTLE (ars). Nicht rauchen, Normalgewicht halten, mäßig trinken - das raten amerikanische Forscher Frauen, die bereits Brustkrebs hatten. Denn einer Studie zufolge können solche Patientinnen mit gesundem Lebensstil offenbar das Risiko für ein Karzinom in der gegenüberliegenden Brust verringern.

Alkohol, Rauchen und Übergewicht erhöhen Rezidivrisiko bei Brustkrebs

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Schon seit Längerem ist bekannt, dass durch ungesundes Verhalten allgemein die Wahrscheinlichkeit zunimmt, an Brustkrebs zu erkranken. Nun haben Forscher um Dr. Christopher Li vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle das auch für ein kontralaterales Malignom nachgewiesen (Journal of Clinical Oncology online).

Sind ehemalige Patientinnen mit Mammakarzinom übergewichtig, ist die Wahrscheinlichkeit eines Krebswachstums in der kontralateralen Brust um 40 Prozent erhöht. Trinken sie mehr als ein Glas Alkohol täglich, ist das Risiko um 90 Prozent gesteigert, bei Raucherinnen sogar um 120 Prozent. Raucherinnen, die zugleich Alkohol konsumieren, haben im Vergleich zu mäßig trinkenden Nichtraucherinnen ein bis zu 7,2-fach erhöhtes Krebsrisiko.

Als Ursache für das erhöhte Risiko vermuten die Wissenschaftler, dass Übergewicht und Alkohol die Östrogenspiegel erhöhen, die wiederum die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Die Gefahr durch Rauchen geht von den kanzerogenen Inhaltsstoffen aus.

Für ihre Studie werteten die Autoren die Daten von 365 Patientinnen mit einem ersten primären Östrogenrezeptor-positiven Brustkrebs und einem zweiten primären Karzinom in der kontralateralen Brust aus. Als Vergleich dienten 726 Frauen, bei denen nur ein Erstkarzinom diagnostiziert worden war.

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