Ärzte Zeitung online, 04.03.2010

Warnung: Arzneimittel-Wechselwirkung bei Brustkrebs

BERLIN (eb). Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) warnen vor der gleichzeitigen Einnahme des Brustkrebs-Medikaments Tamoxifen mit dem Antidepressivum Paroxetin.

Durch die Wechselwirkung der beiden Arzneistoffe kann sich das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu sterben. AMK und DPhG beziehen sich unter anderem auf eine Studie aus Kanada (wir berichteten bereits), die vor kurzem im Fachblatt "British Medical Journal" veröffentlicht worden ist. In dieser Studie konnte ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paroxetin und dem Versagen einer Tamoxifen-Therapie bei Frauen mit Brustkrebs beobachtet werden. 

Nach den Berechnungen der Autoren kam es innerhalb von fünf Jahren zu einem zusätzlichen Brustkrebstodesfall unter 20 Patientinnen, wenn Paroxetin während 41 Prozent der Tamoxifen-Therapie eingenommen wurde.

Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Präsident der DPhG, empfiehlt allen betroffenen Patientinnen, sich an den behandelnden Arzt oder den Apotheker zu wenden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »