Ärzte Zeitung online, 01.11.2010

Brustkrebs häufigster Krebs bei Berliner Frauen

BERLIN (eb). Brustkrebs ist bei Frauen in der Hauptstadt die häufigste Tumorerkrankung. Rund jede vierte Krebserkrankung bei Berliner Frauen betrifft die Brust, wie die Senatsverwaltung am Montag auf dem Gemeinsamen Krebsregister (GKR) der ostdeutschen Länder berichtet.

Für das Diagnosejahr 2007 wurden demnach insgesamt 2014 Fälle von Brustkrebs bei Berlinerinnen registriert. Die Mortalitätsstatistik weise in demselben Zeitraum 632 Todesfälle infolge eines Mamma-Karzinoms aus.

Signifikante altersspezifische Neuerkrankungsraten sind bereits ab dem 40. Lebensjahr zu beobachten. So wurde 2007 für die 40- bis 44-Jährigen eine Inzidenz von 68,5 Fällen je 100 000 Einwohnerinnen registriert. Bei älteren Gruppen sei ein kontinuierlicher Anstieg der Rate zu beobachten. Bei den 65- bis 69-jährigen Frauen betrage die Inzidenz schon 342,4 Erkrankungen je 100 000.

Wie der Berliner Senat weiter berichtet, zeige das im Jahr 2006 eingeführte Brustkrebs-Screening mittlerweile erste Erfolge. So sei im Jahr 2008 der Anteil der prognostisch günstigen Tumoren mit einer Größe von unter einem Zentimeter in der screeningberechtigten Altersgruppe (Frauen zwischen 50 und 70 Jahren) mehr als doppelt so hoch wie in den anderen Altersgruppen.

Während bei den 50- bis 69-jährigen Berlinerinnen 17 Prozent der Tumoren bei Diagnose kleiner als ein Zentimeter waren, war dies bei den anderen Patientengruppen nur in sieben Prozent der Fälle so.

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