Ärzte Zeitung online, 30.12.2011

Berlinerinnen sind Mammografie-Muffel

BERLIN (ami). Die Teilnahmerate am Mammografie-Screening in Berlin ist deutlich verbesserungsfähig. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft Mammografie-Screening der Berliner Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin.

Fast eine Million Einladungen wurden in den fünf Jahren seit Bestehen des kostenlosen Angebots an Frauen in Berlin versandt. Knapp die Hälfte der Einladungen wurde angenommen.

"Damit sind die Teilnahmezahlen in Berlin noch verbesserungsfähig", so Burkhard Spahn vom BKK Landesverband Mitte, der den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft innehat.

Er verweist darauf, dass nach EU-Leitlinien eine Teilnahmequote von mindestens 75 Prozent erreicht werden soll.

"Ich kann daher nur an alle anspruchsberechtigten Frauen appellieren, ihre Chance zu nutzen und sich an dem Programm zu beteiligen", sagt Spahn.

Dass nur Frauen zwischen 50 und 70 Jahren eingeladen werden, begründet die Arbeitsgemeinschaft damit, dass in dieser Altersgruppe die Brustkrebssterblichkeit am höchsten sei und die radiologische Untersuchung bei Frauen unter 50 Jahren weniger aussagekräftig sei, weil das Drüsengewebe dichter ist. Zuletzt gab es Überlegungen, das Screening auch jüngeren Frauen anzubieten.

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