Ärzte Zeitung, 13.01.2012

Eine Million Euro für Forschung zu Eizellen-Qualität

FRANKFURT AM MAIN (ple). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den kommenden fünf Jahren mit einer Million Euro ein Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse dazu beitragen könnten, dass Oozyten bei Frauen nach einer Chemotherapie erhalten bleiben.

Leiter des Projekts ist Dr. Volker Dötsch, Professor am Institut für Biophysikalische Chemie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Der Hintergrund: Eizellen mit schadhaften Chromosomen werden im Körper durch ein natürliches Qualitätskontrollsystem aussortiert.

Dessen zentraler Bestandteil ist das Protein p63. Es ist ein naher Verwandter des Tumorsuppressor-Proteins p53, das entstehende Krebszellen abfängt. p63 sorgt hingegen dafür, dass Eizellen mit Brüchen in den Chromosomen sterben, bevor sie befruchtet werden können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »