Ärzte Zeitung, 25.03.2013

Brustkrebs

Marker im Blut identifiziert

AACHEN. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie am Institut für Pathologie des Uniklinikums Aachen haben zwei Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen, teilt die RWTH Aachen mit.

Die Ergebnisse einer ersten Studie wurden in der Zeitschrift "Breast Cancer Research" (2013; 15: R4) veröffentlicht.

Tumorsuppressor-Gene haben die Aufgabe, das Wachstum von Zellen zu kontrollieren. Durch spezielle genetische Veränderungen können sie ihre Bremsfunktion verlieren.

Den Aachener Forschern ist es gelungen, Veränderungen an zwei Tumorsuppressor-Genen zu identifizieren, deren Nachweis im Blut Rückschlüsse auf eine Brustkrebserkrankung der Patientin zulässt.

Weitere Studien nötig

Da die DNA dieser Tumorsuppressor-Gene nur in sehr geringen Konzentrationen über abgestorbene Tumorzellen ins Blut gelangt, sind hochsensitive Nachweisverfahren notwendig.

"Unser Ziel ist es, DNA von Brustkrebs-relevanten Genen im Blut mit sensitiven Methoden nachzuweisen", wird Diplombiologin Vera Kloten in der Mitteilung zitiert.

In einer ersten Studie sei das Verfahren an rund 600 Blutproben von erkrankten und gesunden Frauen getestet worden, wobei für eine Untersuchung ein Milliliter Blutserum ausreicht.

Die Ergebnisse seien vielversprechend: Das Blut von erkrankten Frauen zeigt ein deutlich verändertes Marker-Profil gegenüber dem der gesunden Probandinnen.

"Die Ergebnisse zeigen, dass blutbasierte Brustkrebserkennung über molekulare Marker Wirklichkeit werden kann", so Dahl in der Mitteilung. "Um einen Test dieser Art serienreif zu machen, sind aber noch weitere Studien mit mehr Probanden notwendig." (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »