Ärzte Zeitung, 01.09.2014

Brusterhaltende Op

Angiosarkome nach Radiatio

MÜNCHEN. Angiosarkome der Brust sind sehr seltene bösartige Tumore endothelialen Ursprungs.Sekundäre Formen von Angiosarkomen der Mammae können nach postoperativer Radiatio bei brusterhaltender Op auftreten - meist an der Unterseite der Mamma oder in der Axilla, solitär oder multifokal.

"Sie brauchen etwa sechs bis zehn Jahre für ihre Entwicklung, beginnend als benigne Hyperplasie der Endothelien oder lymphatischen Organe über atypische vaskuläre Läsionen bis hin zum Angiosarkom", so Professor Martin Röcken, Tübingen, bei einem Kongress in München.

Nach derzeitigem Kenntnisstand blieben etwa 90 Prozent der Hyperplasien über Jahre benigne, 10 Prozent gehen in ein Angiosarkom über.

Eine frühzeitige Diagnosestellung im Rahmen der Nachbeobachtung sei in jedem Fall sehr wichtig. Die Therapie sollte als In-toto-Exzision, aber brusterhaltend erfolgen." (jpf)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »