Ärzte Zeitung, 16.05.2007

Mindert Warfarin das Risiko für Prostata-Ca?

MONTRéAL (skh). Männer, die mit dem oralen Antikoagulans Warfarin behandelt werden, bekommen offenbar seltener Prostata-Krebs als Patienten ohne Warfarin-Therapie.

Darauf weisen Daten von über 135 000 Patienten aus einem kanadischen Gesundheitsregister hin. Von den Männern, die vier Jahre lang mit Warfarin behandelt wurden, erkrankten 20 Prozent weniger an einem Prostata-Karzinom als von den Männern, die nie mit Warfarin behandelt wurden. Das berichten Forscher von der McGill Universität in Montreal (Lancet Oncology 2007, online).

Das Team um Dr. Vicky Tagalakis hatte die Daten von mehr als 19 000 über 50jährigen Patienten ausgewertet, bei denen zwischen 1981 und 2002 ein Prostata-Karzinom neu diagnostiziert wurde, sowie von Kontroll-Personen. Warfarin nehmen in Deutschland nur etwa ein Prozent der mit oralen Antikoagulanzien behandelten Patienten ein. Die meisten bekommen Phenprocoumon.

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