Ärzte Zeitung online, 04.12.2008

Muskel vom Bein ins Gesicht verpflanzt - Spanier kann wieder lächeln

PAMPLONA (dpa). Ein Spanier, der an einer Gesichtslähmung litt, hat von Ärzten sein Lächeln zurückerhalten. Chirurgen von der Universitätsklinik Navarra in Pamplona verpflanzten bei dem 37-Jährigen Muskelfasern aus dem Oberschenkel in die beiden Wangen.

Wie der Leiter des Ärzteteams, Dr. Bernardo Hontanilla, am Mittwoch in der nordspanischen Stadt mitteilte, war bei dem Patienten vor einiger Zeit ein Hirntumor diagnostiziert worden. Infolge der Entfernung des Tumors erlitt der Mann Lähmungen auf beiden Seiten des Gesichts.

Die Verpflanzung der Muskelfasern aus dem Bein und deren Verbindung mit Nervensträngen dauerte zwölf Stunden. "Die Operation selbst war nicht traumatisch, denn sie erforderte keine großen Einschnitte", erläutere Hontanilla. "Der mikrochirurgische Eingriff war jedoch technisch sehr kompliziert und erforderte viel Arbeit."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »