Ärzte Zeitung online, 31.07.2011

Handystrahlung: Keine Gefahr für Teenie-Gehirne?

Auch eine neue Studie setzt der Diskussion um Handynutzung und der Gefahr von Hirntumoren kein Ende. Sie liefert aber zumindest vorerst einige beruhigende Ergebnisse bei Kindern und Jugendlichen, die nicht exessiv mit Handys telefonieren.

Handystrahlung: Keine Gefahr für Teenie-Gehirne?

Nach neuen Daten soll es doch nicht gefährlich sein, wenn Kinder und Jungedliche mit Handys telefonieren.

© photos.com

Von Marlinde Lehmann

BASEL. Möglicherweise reagieren Kinder und Jugendliche empfindlicher auf die Mikrowellenstrahlung von Handys als Erwachsene. Dennoch sei bisher nicht gezielt nach Zusammenhängen zwischen Handynutzung und dem Auftreten von Hirntumoren geforscht worden, so Forscher um Professor Martin Röösli von der Universität Basel.

Nun liefert eine multizentrische Fall-Kontroll-Studie namens CEFALO erste Antworten. In der Studie wurden Daten von 352 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 19 Jahren erhoben, bei denen zwischen 2004 und 2008 ein Hirntumor diagnostiziert wurde.

Diese Daten wurden mit denen von 646 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Die Studienteilnehmer kamen aus Dänemark, Norwegen, Schweden und der Schweiz.

Kausaler Zusammenhang ist nicht erkennbar

Nach Analyse der erhobenen Daten haben die jungen Handynutzer kein erhöhtes Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken. Das Risiko ist auch fünf Jahre nach der ersten Handynutzung nicht erhöht.

Auch treten Tumoren nicht häufiger in den Hirnregionen auf, die während eines Telefonats am stärksten durch das Handy bestrahlt werden, berichtet das Team um Röösli.

Einzig in einer Untergruppe von Studienteilnehmenden, bei denen von den Mobilfunkbetreibern aufgezeichnete Daten zu ihrem Handygebrauch zur Verfügung standen, hätten vereinzelte Zusammenhänge beobachtet werden können.

Insgesamt lasse das Muster der Resultate jedoch nicht auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Handystrahlung schließen. Die Studienergebnisse sind im Fachmagazin "Journal of the National Cancer Institute" (J Natl Cancer Inst 2011;103: 1) publiziert.

"Die Resultate sind beruhigend"

Die Resultate sind beruhigend angesichts der weltweit intensiven Handynutzung durch Kinder und Jugendliche, teilt die Universität Basel zur Studie mit.

Die Stärken der Studie liege in der hohen Zahl der Studienteilnehmer. In allen vier Ländern hätten die meisten Hirntumor-Patienten, deren Krankheit während der Studiendauer diagnostiziert wurde, zur Teilnahme bewogen werden.

Zudem seien auch weitere mögliche Risikofaktoren für Hirntumoren in der Analyse berücksichtigt worden.

Dennoch bleiben gemäß den Autoren Unsicherheiten. Hirntumoren sind bei Kindern und Jugendlichen selten und die Handynutzung war bei den Studienteilnehmern relativ gering.

Wie in allen Befragungsstudien sei auch bei der vorliegenden Studie unklar, wie genau die Angaben der Studienteilnehmenden zu ihrem früheren Handygebrauch sind.

Wenn die Handynutzung zwei oder mehr zusätzliche Fälle von Hirntumoren pro Jahr und 100.000 Personen verursacht hätte, wäre dies in der Studie entdeckt worden. Ein kleineres Risiko könne jedoch mit dieser Studie nicht ausgeschlossen werden.

Daten aus Krebsregistern könnten künftig Infos liefern

Weil die Handynutzung bei Kindern und Jugendlichen weltweit sehr verbreitet ist, würde selbst ein kleines Risiko zu einer beträchtlichen Zahl zusätzlichen Erkrankungen führen. Die Studienautoren betonen deshalb, dass weitere Studien zu den Risiken von Handystrahlung für die Gesundheit wichtig sind.

Sie empfehlen, anhand von Krebsregisterdaten kontinuierlich zu prüfen, ob Neuerkrankungen wegen Hirntumoren zunehmen. Dabei sei ein besonderes Augenmerk auf die Hirnregionen zu legen, die durch das Handy am stärksten bestrahlt werden.

In der Vergangenheit kamen Studien zum Hirntumorrisiko bei Erwachsenen zu widersprüchlichen Resultaten bei Personen, die besonders intensiv mit dem Handy telefonieren. Zudem wurde angenommen, dass Kinder und Jugendliche empfindlicher auf die Mikrowellenstrahlung der Handys reagieren könnten als Erwachsene.

Andererseits ist kein biologischer Mechanismus bekannt, wonach schwache Mikrowellenstrahlung von Handys krebserregend sein könnte.

[01.08.2011, 12:58:36]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Na Super ...
... erst hatten alle Problempatienten Darmpilze, dann kam der Wurmbefall in Mode, mit diesen winzigen, unbekannten Wurmeiern, die selbst erfahrenste Mikrobiologen nicht zu klassifizieren im Stande waren. Die Darm-Dysbakteriose nicht zu vergessen, wenn die Antipilzkuren ("kein Weißzucker - das provoziert die Pilzsporen!") nicht halfen und Candida-Antikörper auch bei Gesunden gefunden wurden. Die chronische Übersäuerung des Gesamtorganismus mit wer-weiß-was-für-Folgen gehört auch in diesen Zusammenhang.

Doch jetzt muss, nach der "Auraskopie - Der ganze Mensch in einem Tropfen Blut" - nach Dr. med. Karlheinz Blank und seiner Ehefrau und Arzthelferin in Witten die "Blutanalyse per Dunkelfeld-Mikroskopie" nach Wroblewski herhalten. Nach Handy-Benutzung wurden im Blutausstrich Agglutination der Erythrozyten, "Verthrombung"/Geldrollenbildung bzw. deformierte/zerstörte Leukozyten gesehen. Uns Allen bekannte Folgen technisch unsachgemäßer Blutausstrichverfahren. Wie gut, dass nicht noch potentielle Malariaerreger gefunden wurden.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM (z. Zt. Bergen aan Zee)

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[01.08.2011, 12:00:08]
Doris Wroblewski 
Blutanalyse per Dunkelfeld-Mikroskopie
Eine Blutdiagnose per Dunkelfeld-Mikroskopie zu erstellen mag wissenschaftlich umstritten sein. Dennoch, ich arbeite damit und habe mit drei Schülerinnen einen Test gemacht. Diese hatten für die Schule eine Gemeinschaftsarbeit über mögliche Gefahren der Gesundheit durch die Strahlenbelastung beim Telefonieren mit einem Handy zu erarbeiten.

Dazu wurde u.a. eine Blutuntersuchung mit Hilfe des Dunkelfeld-Mikroskops gemacht. Es wurde bei drei Schülerinnen das Blut vor dem Telefonieren mit dem Handy abgenommen und im Dunkelfeld-Mikroskop untersucht. Anschließend telefonierten die Mädchen jeweils 10 Minuten, gleichzeitig hielten sie die erste Blutprobe in die Nähe des Handys, um zu sehen, ob sich auch Veränderungen dieser Blutprobe ergeben. Sofort nach dem Telefonieren wurde wieder Blut abgenommen und unter dem Mikroskop untersucht.

Dabei zeigte sich eine eindeutig verstärkte Agglutination der Erythrozyten. Sofern durch die Verthrombung und/oder Geldrollenbildung überhaupt Leukozyten zu sehen waren, waren diese deformiert oder zerstört. Wie lange diese Reaktion im Organismus anhält, kann ich nicht sagen. Es wäre interessant, derartige Untersuchungen mit einem Raster-Elektronenmikroskop durchzuführen.

Bei der ersten Blutprobe (beim Telefonieren in der Nähe des Handys gehalten) zeigten sich zwar auch Veränderungen, aber es konnte keine eindeutige Aussage darüber gemacht werden, ob diese auf Handy-Strahlen oder auf andere Einflüsse (Zeit / Oxidation) zurück zu führen waren.

Aus eigenem Erleben kann ich nur sagen, dass mir ein längeres Telefonieren mit dem Handy nicht nur ein Unbehagen, sondern auch Ohrschmerzen verursacht. Ich vermeide daher das Telefonieren mit dem Handy, wo ich kann.

Doris Wroblewski, www.azidosetherapie-online.de



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