Ärzte Zeitung, 15.09.2005

Frauen sprechen eher auf Placebo an als Männer

TÜBINGEN (dpa). Die Wirkung von Placebos wird offenbar vom Geschlecht der Ärzte und Patienten mitbestimmt. So sprächen weibliche Patienten tendenziell häufiger auf die wirkstofflosen Präparate an als männliche, berichten Psychotherapeuten um Professor Paul Enck von der Universität Tübingen (DMW 130, 2005, 1934).

Die Patienten scheinen zudem mehr Vertrauen zu Ärztinnen zu haben als zu Ärzten. Nach Encks Angaben ist der Unterschied der Placebo-Wirkung in Studien zum Reizdarm-Syndrom besonders groß: "In einigen Studien sprachen 84 Prozent der Patienten auf ein Placebo an, in anderen waren es nur drei Prozent." Sein Team hatte eine Studie bei 120 Patienten mit Reizdarm-Syndrom genauer ausgewertet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »