Ärzte Zeitung online, 06.03.2008

Stress reduziert die guten Darmbakterien

MELBURNE (eb) Stress wirkt sich auf die Anzahl etwa von Milchsäure-Bakterien im Darm aus. Das haben Wissenschaftler der Universität Swinburne in Melburne in Australien herausgefunden. Eine Reduktion dieser Bakterien wird mit Magen-Darm-Infektionen in Verbindung gebracht.

Stress reduziert die guten Darmbakterien

Stress reduziert die guten Darmbakterien.

Foto: DAK/Wigger

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler die Aktivität von Milchsäurebakterien sowie die Kortisol-Konzentration im Speichel bei Universitätsstudierenden. Die Werte wurden zum Semesterbeginn und während der durch die Teilnehmer als stressreicher eingestuften Prüfungszeit erhoben.

Es zeigte sich unter anderem ein Zusammenhang zwischen einer Verminderung der Milchsäurebakterien und erhöhtem Stress. „Obwohl es bereits zahlreiche Studien zum Einfluss von Stress auf Immunfunktionen und das allgemeine Wohlbefinden gibt, ist bisher wenig über die Auswirkung von Stress auf die Magen-Darm-Flora bekannt“, so der Psychologe Dr. Simon Knowles von der Universität. Die nun erstmals aufgezeigten Zusammenhänge wurden in Biological Psychology veröffentlicht.

Mitteilung des Australisch-Neuseeländischen Hochschulverbunds / Institut Ranke-Heinemann. Weitere Informationen auf www.ranke-heinemann.de

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