Ärzte Zeitung, 19.03.2008

BUCHTIPP DES TAGES

Viel Praktisches zur Proktologie

"In diesem Buch wird Ihnen viel zugemutet", kündigt der Proktologe Professor Henning Rohde aus Berlin gleich zu Beginn seines Lehratlas an. Er verweist darauf, dass viele proktologische Fragen unbeantwortet oder die Effektivität diagnostischer und therapeutischer Handlungen unbewiesen sind.

So stellt er den Sinn von Sitzbädern in Frage und diskutiert Optionen einer schonenden Analpflege. Die persönliche Erfahrung des Arztes im Umgang mit Hämorrhoiden, Analekzemen oder Dehnungsrissen ist seiner Meinung nach mit entscheidend. Rohde stellt in den einzelnen Kapiteln die mit Literatur belegten Fakten dar und vermittelt in separaten Textkästen sein persönliches Vorgehen im konkreten Fall.

Die große Zahl an Farbfotos mit Befunden und Fallbeispielen machen den Atlas zu einer Fundgrube, gerade für proktologisch weniger erfahrene Kollegen. Das große Format des Bandes erlaubt es, dass die Fotobefunde in Originalgröße vermittelt werden.

Der Lehratlas ist in drei Hauptkapitel unterteilt: In den Grundlagen werden die Anatomie des Anorektums sowie Voraussetzungen und Praxis der proktologischen Untersuchung dargestellt. Es folgen die proktologischen Krankheitsbilder. Im dritten Abschnitt geht es um besondere Situationen, zum Beispiel in der Schwangerschaft, nach analen Operationen oder die Folgen von Strahlen- und Chemotherapie. (ner)

Henning Rohde: Lehratlas der Proktologie, Thieme Verlag 2007, 237 Seiten, Preis: 99,95 Euro, ISBN 978-3-13-140881-5

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »