Ärzte Zeitung, 12.06.2008

Mögliche Ursache des Reizdarms: Chili-Rezeptoren

LONDON (ars). Eine erhöhte Dichte von Rezeptoren für das Chili-Alkaloid Capsaicin im Enddarm könnte eine Ursache des Reizdarmsyndroms sein. Das melden Forscher aus London, die bei 23 Patienten und 22 Kontrollpersonen Biopsieproben aus dem Kolon verglichen hatten. Dabei stellten sie fest, dass die Zahl dieser TRPV1 genannten Moleküle bei den Patienten um das 3,5-fache erhöht war (Gut online). Derzeit werden Medikamente, die an TRPV1 angreifen, als Therapie gegen das Reizdarmsyndrom geprüft. Diese Rezeptoren in der Schleimhaut des unteren Dickdarms vermitteln das brennende Gefühl nach dem Verzehr von Chilischoten und Pfeffer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »