Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Erste Darmtransplantation in Deutschland bei einem Kind

TÜBINGEN (dpa). Tübinger Wissenschaftler haben erstmals in Deutschland bei einem Kind einen Dünn- und Dickdarm transplantiert. Der dreieinhalbjährigen Lenie aus Niedersachsen gehe es drei Monate nach der Operation sehr gut, teilten die Ärzte am Mittwoch mit.

Das Mädchen sei seit der Geburt durch Infusionen ernährt worden und müsse nun langsam lernen, wie man isst und wie Lebensmittel schmecken. "Lenie mag sehr gerne Butter - am liebsten ohne Brot", sagte Kinderarzt Ekkehard Sturm.

In Deutschland sind Schätzungen zufolge 20 bis 50 Kinder auf eine Darmtransplantation angewiesen. Bisher mussten sie dafür nach Frankreich oder England gebracht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »