Ärzte Zeitung online, 21.10.2010

AOK Baden-Württemberg warnt vor Pilzvergiftungen

STUTTGART (eb). Die AOK Baden-Württemberg mahnt zur Vorsicht beim Pilze sammeln. Bis Mitte Oktober habe die Krankenkasse bereits 39 Fälle von Pilzvergiftungen registriert, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. In zwei Fällen führte der Konsum giftiger Pilze sogar zu Leber- und in einem Fall zu Nierenversagen.

AOK Baden-Württemberg warnt vor Pilzvergiftungen

Beim Pilzesammeln rät die AOK: Finger weg, ohne gute Fachkenntnisse.

© Jenny Thompson / fotolia.com

Damit sei die Zahl der Pilzvergiftungen schon jetzt auf einem Rekordhoch: 2009 registrierte die AOK lediglich elf Fälle, 2008 wurden noch 27 Pilzvergiftungen registriert, teilt die Kasse mit. Die AOK warnt eindringlich davor, ohne gute Fachkenntnisse Pilze zu sammeln und zu verzehren.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung werden etwa häufig giftige Knollenblätterpilze mit den beliebten Champignons verwechselt. Für die meisten schweren oder tödlichen Pilzvergiftungen sind die verschiedenen Knollenblätterpilze verantwortlich, innerhalb von vier bis zwölf Stunden kommt es meist zu heftigem Erbrechen und Durchfall. Ein Kind kann schon nach dem Verzehr von nur einem Knollenblätterpilz sterben.

Treten nach einer Pilzmahlzeit Übelkeit, Schmerzen oder Missempfinden auf, rät die AOK umgehend einen Arzt aufzusuchen. Bei Verdacht auf den Verzehr von Knollenblätterpilzen sollte der Betroffene so schnell wie möglich ins Krankenhaus gebracht werden. Der Pilz oder Reste davon sollten mitgenommen werden, um die Erkennung zu vereinfachen.

Giftnotruf in Baden-Württemberg: Auskunft bei Vergiftungen gibt die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg unter der Nummer 0761 / 19 240

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