Ärzte Zeitung, 24.08.2011

Kupferfänger sind besser als Aufnahmehemmer

HEIDELBERG (eb). Kupferfänger wirken bei der angeborenen Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson zuverlässiger als Hemmer der Kupferaufnahme.

Das haben Forscher mit einem deutsch-österreichischen Register belegt (Gastroenterology 2011; 140: 1198). In Deutschland leben etwa 800 Menschen mit dieser Krankheit.

Chelatbildner binden überschüssiges Kupfer und werden über die Nieren ausgeschieden, Zinksalze hemmen im Darm die Aufnahme. Bisher galten beide als gleichwertig. In Heidelberg gibt es die größte Wilson-Spezialambulanz Europas. Sie arbeitet mit dem Selbsthilfeverein zusammen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »