Ärzte Zeitung, 04.11.2011

Gastrointestinale Motilität: Preis ausgeschrieben

LUDWIGSHAFEN (mal). Für Forschungsarbeiten, die sich der (Patho)-Physiologie der Motilität des Magen-Darmtraktes und seiner nervalen Steuerung widmen, ist erstmalig der Martin-Wienbeck-Preis ausgeschrieben. Der Preis wird von Shire Deutschland gestiftet und ist mit 8000 Euro dotiert.

Die von deutschsprachigen medizinischen Forschern eingereichte Arbeit sollte nicht älter als zwei bis drei Jahre sein.

Sie darf publiziert sein, und der Bewerbung sollte ein Curriculum vitae beiliegen, wie Professor Jürgen Riemann aus Ludwigshafen, an den die Bewerbungsunterlagen zu richten sind, der "Ärzte Zeitung" mitgeteilt hat.

Fünfköpfiges Kuratorium

Der Preis wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden verliehen.

Dem fünfköpfigen Auswahlkuratorium gehören die Professoren Joachim Erckenbrecht aus Düsseldorf, Roland Gugler aus Karlsruhe, Joachim Labenz aus Siegen und Peter Layer aus Hamburg unter dem Vorsitz von Professor Jürgen Riemann aus Ludwigshafen an.

Protagonist für die Entwicklung der Neurogastroenterologie

Der Namensgeber des Preises, Professor Martin Wienbeck, war in den 80er und 90er Jahren einer der wesentlichen Protagonisten für die Entwicklung der Neurogastroenterologie in Deutschland.

Er war unter anderem an der Uniklinik Düsseldorf tätig, auch als stellvertretender Direktor.

1987 übernahm er die Position des Chefarztes und Direktors der III. Med. Klinik am Zentralklinikum in Augsburg, aus der er 2001 aus Altersgründen ausschied.

Lehrfunktion an der Uniklinik Kabul

In seinem vermeintlichen Ruhestand war Wienbeck an sozialen/medizinischen Brennpunkten aktiv, ab 2003 auch in Afghanistan, wo er an der Uniklinik Kabul eine Lehrfunktion aufnahm.

Im April 2005 verunglückte Wienbeck während seines Lehraufenthaltes in Kabul tödlich.

Bewerbungsunterlagen bitte an: Prof. Jürgen Riemann, zu Hd. Frau Pia Edinger, Schlettstadter Str. 21, 68229 Mannheim, Telefon 0621 4822 2257, E-Mail: pia.edinger@arcor.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »