Ärzte Zeitung, 19.11.2012

Magen-Bypass

Darmflora wird dann günstiger

DRESDEN. Magen-Bypass-Operationen verändern die Darmflora und verbessern nachhaltig den Stoffwechsel, die neuen Bakterien können langfristig aber Probleme machen. Das berichten Dresdner Forscher, die fettleibige Patienten mit Diabetes Typ 2 untersuchten.

Allgemein gibt es drei Besiedlungsmuster, die über die Nahrungsverwertung entscheiden: Bacteroides, Prevotella oder Ruminococcus.

Bacteroides macht viele Kohlenhydrate verfügbar, die Träger neigen zu Adipositas. Die beiden anderen Typen scheiden mehr unverdauten Zucker aus und bleiben eher schlank.

Vor der Op gehörte die Darmflora der meisten Patienten dem Typ an, der Diabetes und Fettleibigkeit begünstigt. Drei Monate danach war der Darm so besiedelt, dass die metabolischen Parameter besser waren.

Die hinzugekommenen Darmkeime könnten aber Impulsgeber für neue Krankheiten sein, fürchten die Forscher. (eb)

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