Ärzte Zeitung, 24.11.2015

Mainz

Bundesweite Datenbank für Vergiftungsfälle startet

MAINZ. Woran vergiften sich die Deutschen am meisten? Welche Altersgruppen sind vorwiegend betroffen? Was sind die häufigsten Vergiftungsumstände? Antworten auf diese Fragen gibt künftig die bundesweite Falldatenbank der acht deutschen Giftinformationszentren (GIZ), die jetzt bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Klinische Toxikologie (GfKT) in Mainz offiziell vorgestellt wurde.

Die Datenbank enthält erste Übersichtsdaten der GIZ zum Expositions- und Vergiftungsgeschehen in Deutschland, teilt die Unimedizin Mainz mit. Sie ist wichtig, um Programme zur Vergiftungsprävention optimal zu planen. Seit wenigen Tagen seien mit 204.923 Fällen alle humanen Expositions- und Vergiftungsfälle des Jahres 2014 aller deutschen GIZ in der Datenbank der Fachgesellschaft erfasst.

Dies entspreche einer Anzahl von 2,6 Vergiftungsfällen pro 1000 Einwohner pro Jahr. Derzeit laufen noch interne Qualitätskontrollen, bevor die Daten als erster gemeinsamer Jahresbericht der deutschen GIZ veröffentlicht werden. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »