Colitis ulcerosa / Morbus Crohn

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 02.10.2008

Kernspin als Stütze der Diagnostik bei Morbus Crohn

MAINZ (ner). Die Magnetresonanztomografie (MRT) des Dünndarms könnte künftig die Diagnostik bei Morbus Crohn stützen. Eine schottische Arbeitsgruppe hat eine enge Korrelation von Dünndarm-MRT- Befunden, Entzündungsmarkern, endoskopischen sowie histopathologischen Befunden festgestellt.

Bei 186 Patienten hatten Dr. Charlie W. Lees und seine Kollegen vom Western General Hospital in Edinburgh jeweils nach Einnahme von 1,5 Litern einer hyperosmolaren Lösung eine Dünndarm-MRT vorgenommen. Bei 103 von ihnen bestand der Verdacht auf eine ileale Crohn-Erkrankung, 75 Patienten hatten bereits einen gesicherten M. Crohn.

Die Kernspintomografie bestätigte bei 37 Prozent der bekannten Crohn-Patienten eine aktive Erkrankung, bei weiteren 48 Prozent einen inaktiven Morbus Crohn, wie bei der III. Falk Gastro-Konferenz in Mainz berichtet wurde. Bei 13 Prozent der Patienten war kein optimaler kernspintomografischer Befund zu erheben.

Es ergab sich eine signifikante Übereinstimmung der bildgebenden Befunde mit dem Serum-CRP-Wert, dem fäkalen Inflammationsmarker Calprotectin sowie mit histopathologischen Befunden aus der terminalen Ileoskopie und chirurgisch entnommenen Gewebeproben. Lees und Mitarbeiter errechneten eine Sensitivität der Dünndarm-MRT von 75 Prozent und eine Spezifität von 93 Prozent für einen aktiven M. Crohn, verglichen mit der Histopathologie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »