Colitis ulcerosa / Morbus Crohn

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Ärzte Zeitung, 20.05.2016

Versorgung

Neue Angebote für ambulanten Sektor

ULM. Gastroenterologen, gastroenterologisch tätige Internisten, Onkologen und Hausärzte haben in gemeinsamer Initiative neue Versorgungsangebote für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sowie für Patienten mit familiärem Darmkrebs-Risiko auf den Weg gebracht. Das gibt der Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) bekannt.

"Der Gesetzgeber hat im Sozialgesetzbuch Voraussetzungen für direkte Versorgungsverträge zwischen Krankenkassen und einzelnen Arztgruppen geschaffen.

Damit haben wir als spezialisierte Fachärzte die Möglichkeit, über die übliche kassenärztliche Versorgung hinaus Kooperationsvereinbarungen für medizinische Problembereiche zu treffen, die bisher nicht ausreichend berücksichtigt sind", wird Dr. Albert Beyer vom bng in der Mitteilung zitiert. "Mit den beispielgebenden Versorgungslandschaften Onkologie und Gastroenterologie können jetzt bundesweit bestehende Lücken bei bestimmten Patientengruppen geschlossen werden."

In der Versorgungslandschaft Onkologie, für die sich insbesondere die Berufsverbände der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), der niedergelassenen Onkologen (BNHO) sowie der Hausärzte stark gemacht haben, sollen sowohl Patienten mit familiärem Darmkrebsrisiko frühzeitig identifiziert, als auch bereits Erkrankte effizient in eine qualitativ hochwertige Versorgung überführt werden.

Dies geschehe strukturiert und systematisch mit definierten Einschreibekriterien, Behandlungspfaden, Dokumentation, strukturiertem interkollegialem Austausch und effizienter Patientenführung. Die Versorgungslandschaft Gastroenterologie wendet sich an CED-Patienten.

Der patientenbezogene Versorgungsverbund soll künftig eine frühzeitige Erkennung und differenzial-diagnostische Abklärung sicherstellen. Dabei werden die Patienten entsprechend der Schwere ihres Krankheitsbildes auf drei Ebenen vom Hausarzt über den Facharzt bis hin zur CED-Schwerpunktpraxis betreut.

Letztlich sollen dadurch Zeiten der Arbeitsunfähigkeit reduziert und Krankenhausaufenthalte vermieden werden, heißt es in der Mitteilung.

"Wir sehen in den neuen Versorgungsangeboten wichtige Ergänzungen des kassenärztlichen Leistungsspektrums, die jenseits der ausgetretenen und oft sehr mühsamen Pfade vergleichsweise schnell und effektiv etabliert werden können", betont Beyer. "Wir setzen darauf, dass die Krankenkassen die entsprechenden Verträge jetzt zügig ratifizieren." (eb)

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