Ärzte Zeitung online, 05.01.2009

Gute Langzeitergebnisse nach endoskopischer Sphinkterotomie

MAINZ (ner). Die Langzeitergebnisse endoskopischer Sphinkterotomien bei Choledocholithiasis sind gut. Steinrezidive und Restenosen sind selten.

Bei Patienten mit Choledocholithiasis kommt es nach endoskopischer Sphinkterotomie lediglich bei zwei Prozent der Patienten zu Steinrezidiven und bei 1,4 Prozent zu Restenosen der Papilla Vateri. Das berichteten Dr. V. I. Kolomiytsev und Kollegen vom Universitätskrankenhaus in Lviv (Lemberg), Ukraine bei der III Falk Gastro-Konferenz in Mainz.

Die Wissenschaftler hatten knapp 3600 Patienten mit gutartigen Erkrankungen der Papilla Vateri und / oder des Ductus choledochus zwei bis zwölf Jahre lang nachuntersucht. Eine erneute Cholangitis wegen Gangobstruktionen kam bei einem Prozent der Patienten vor. Sehr selten waren rezidivierende aszendierende Cholangitiden ohne biliäre Obstruktion, biliäre Pankreatitiden, Leberabszesse sowie bösartige Erkrankungen im Langzeitverlauf. Das endoskopische Management von Patienten mit Spätkomplikationen der Sphinkterotomie führte bei 84 Prozent der Patienten zu guten Resultaten.

Als prognostische Faktoren für eine rezidivierende Choledocholithiasis nennen die ukrainischen Kollegen verbliebene Steine in der Gallenblase, einen Durchmesser des Ductus choledochus von mehr als 15 mm sowie multiple Gangsteine.

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