Ärzte Zeitung, 24.03.2004

KOMMENTAR

Langzeit-Therapie mit vielen Pausen

Von Marlinde Lehmann

Bei Patienten mit Refluxkrankheit gilt wie bei anderen chronisch Kranken: tut gerade nichts weh, ist die Wahrscheinlichkeit, daß die für eine Dauertherapie empfohlenen Medikamente eingenommen werden, eher gering.

Anders als bei anderen chronisch Kranken - etwa Hypertonikern und Diabetikern - ist es aber zumindest bei Refluxkranken ohne Ösophagitis, und das sind mehr als die Hälfte der refluxkranken Patienten, kein Problem, wenn sie ihre Säurehemmer nur bei Bedarf nehmen.

Denn bei den meisten Refluxkranken ändert sich der endoskopische Befund langfristig nicht. Für Refluxkranke ohne Ösophagitis heißt das: Ist die Ösophagus-Schleimhaut intakt, dann ist sie das - auch bei rezidivierenden Symptomen und ohne Behandlung - auch nach Jahren meist noch. Eine rein symptomatische Therapie, eine Therapie bei Bedarf, reicht dann aus.

Lesen Sie dazu auch:
Viele Refluxkranke kommen mit Bedarfstherapie gut zurecht

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »