Ärzte Zeitung, 23.09.2015

Cochrane-Metaanalyse

Eradikation senkt Rate der Magentumoren

LEEDS. Die Eradikation von Helicobacter pylori senkt die Wahrscheinlichkeit für Magenkarzinome um ein Drittel, wie aus einer aktuellen Cochrane-Metaanalyse hervorgeht (Cochrane Database of Systematic Reviews 2015; Issue 7. Art. No.: CD005583).

Es waren randomisierte kontrollierte Studien, in denen die Eradikationstherapie mindestens eine Woche dauerte und gegen Placebo oder keine Behandlung geprüft wurde.

Voraussetzung war auch, dass die Studie ein Follow-up von mindestens zwei Jahren hatte und dass mindestens zwei Studienteilnehmer im Verlauf der Studie an Magenkrebs erkrankten.

In den Studien wurden für die Eradikationstherapie Antibiotika, allein oder in Kombination mit Säureblockern, Wismut oder mit beidem verwendet. Die Therapie auf Basis von Protonenpumpenhemmern gilt weiterhin als Goldstandard der Eradikationstherapie bei Infektion mit Helicobacter pylori. Auch die Clarithromycin-Monotherapie war eine Option.

Der Anteil der Patienten mit einem Magenkarzinom lag in der Gruppe der Teilnehmer mit Eradikationstherapie um etwa ein Drittel (34 Prozent) niedriger als in der Vergleichsgruppe (1,6 vs 2,4 Prozent oder 51 von 3294 Patienten versus 76 von 3203 Patienten).

Aus den Daten ergibt sich außerdem, dass 124 Teilnehmer die Therapie erhalten mussten, um einen Magenkarzinomfall zu verhindern.

Aussagen darüber, ob die Behandlung auch die krebsspezifische Mortalität, die Gesamtmortalität oder die Inzidenz des Ösophaguskarzinoms beeinflusst, können die Forscher aufgrund des begrenzten Datenmaterials nicht machen. (ple)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »