Ärzte Zeitung, 16.07.2012

Wenn die Angst nicht abklingen will

NEU-ISENBURG (eb). Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Berlin haben einen Mechanismus entdeckt, der nach Stressereignissen das Vergessen der Furcht unterbindet.

Sie zeigten, dass das Abklingen der Angst unterbleibt, wenn zu wenig Dynorphine im Gehirn ausgeschüttet werden. Die Ergebnisse können neue Wege in der Behandlung von Traumapatienten ebnen (Journal of Neuroscience 2012; 32(27): 9335-9343).

Analog zu Versuchen mit Mäusen hielt auch bei Testpersonen mit der geringeren Genaktivität für Dynorphin eine Stressreaktion deutlich länger an als bei Probanden mit deutlich größerer Ausschüttung.

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