Ärzte Zeitung, 20.09.2012

PTBS

Mehr Soldaten mit Belastungsstörung

NEU-ISENBURG (eis). Bei deutschen Soldaten wird jeder zweite Fall von post-traumatischer Belastungsstörung (PTBS) nicht diagnostiziert.

Das folgern Forscher um Professor Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden aus einer Studie zur PTBS-Prävalenz (Dtsch Arztebl Int 2012; 109: 559).

Danach berichten 85 Prozent der von ausländischen Einsätzen wie aus Afghanistan heimkehrenden Soldaten über mindestens ein traumatisches Ereignis, meist gebe es mehrere davon.

Im internationalen Vergleich sei die Rate von PTBS bei deutschen Soldaten mit 2,9 Prozent sehr niedrig, von relativ 45 Prozent Untererfassung sei auszugehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »