Ärzte Zeitung, 14.05.2004

Ernst-Jung-Preis an deutschen und an US-Forscher

HAMBURG (dpa). Der mit 250 000 Euro dotierte Ernst-Jung-Preis für Medizin geht in diesem Jahr an den Münchner Neurobiologen Professor Tobias Bonhoeffer und den US-Forscher Professor Stuart Lipton.

Das teilte die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung gestern in Hamburg mit. Der Göttinger Mediziner Professor Werner Creutzfeldt erhält die Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold für sein Lebenswerk.

Der am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried arbeitende Bonhoeffer bekommt den Preis für die Erforschung der molekularen und zellulären Vorgänge bei der Informationsspeicherung im Gehirn. Lipton, der am Burnham Institute im kalifornischen La Jolla arbeitet, hat den Zelltod durch vorbereitete Selbsttötungsmechanismen untersucht und dabei besonders die Rolle von Glutamat als erregenden Überträgerstoff zwischen Nervenzellen studiert.

Und Creutzfeldt habe über Jahrzehnte die klinisch-wissenschaftliche Entwicklung der Diabetologie und der Gastroenterologie geprägt, hieß es dzu gestern. Die Preise sollen morgen in Hamburg überreicht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »