Ärzte Zeitung, 02.08.2004

Warum Mütter zu Furien werden können

WASHINGTON (ddp). Das Fehlen eines Hormons macht Tiermütter zu Furien, wenn sie ihren Nachwuchs in Gefahr sehen. Das schließen amerikanische Wissenschaftler aus einer Studie an Mäusemüttern.

Die furchtlosen Angriffe der Mütter auf potentielle Eindringlinge hörten auf, wenn im Gehirn der Tiere die Menge des Hormons CRH künstlich erhöht wurde. CRH ist bei der Streßantwort entscheidend und löst Angstgefühle aus.

Stephen Gammie und seine Kollegen von der Universität von Wisconsin in Madison stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Behavioral Neuroscience" vor ( 118, 2004, 805).

Aggressives mütterliches Verteidigungsverhalten ist bei sehr vielen Tieren bekannt. Die Muttertiere scheinen dabei überhaupt keine Angst zu kennen und stürzen sich in Situationen, vor denen sie sonst Reißaus genommen hätten.

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