Ärzte Zeitung, 02.12.2004

Perfusion entlarvt Hirntumor

MRT-Technik hilft, Tumor von Abszeß zu unterscheiden

 

 

MRT vom Gehirn: Läsion im linken Thalamus mit Randbetonung. Die kommt bei Tumoren und Abszessen vor.
Fotos (2): American Roentgen Ray Society
DSC-MRT, selber Patient. Zwischen Läsion und Hinterhorn ist der Blutfluß stärker (rot, Pfeil) als im gleichen Bereich rechts. Es handelt sich um einen Tumor.

DURHAM (mut). Mit einer speziellen MRT-Technik läßt sich erkennen, ob eine Gehirnläsion ein Tumor oder ein Abszeß ist, und damit, ob eine Operation oder eine Antibiotika-Therapie notwendig ist. Möglich wird das mit der DSC-MRT. DSC steht für Dynamic Susceptibility Contrast.

Damit lassen sich Unterschiede in der Perfusion erfassen, berichten US-Forscher aus Durham (AJR 1247, 2004, 1247). Maligne Hirntumore induzieren eine Neubildung von Gefäßen, was zu vermehrtem Blutfluß in der Tumorregion führt. Bei Abszessen wird das nicht beobachtet.

Die Forscher haben das Verfahren bei acht Patienten mit Läsionen angewandt. Bei vier deutete der DSC-MRT-Befund auf einen Tumor, bei vier auf einen Abszeß. Das Ergebnis wurde mit Op, Biopsie oder Blutkultur bestätigt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »