Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Forscher sehen Nerven beim Nachwachsen zu

WÜRZBURG (ddp). Wissenschaftlern ist es gelungen, im lebenden Organismus das Nachwachsen beschädigter Nerven sichtbar zu machen. Das erreichte das Forscherteam der Uni Würzburg mit Hilfe eines neuen Kontrastmittels für die Magnetresonanz-Tomographie (MRT).

Die Ergebnisse sollen nun dazu beitragen, daß sich Patienten mit Verletzungen peripherer Nerven künftig besser behandeln lassen, wie die Universität mitteilt.

Das neue Kontrastmittel sammelt sich ausschließlich in geschädigten Nervenabschnitten an und läßt diese in MRT-Bildern weiß aufleuchten. Wenn die Nerven bei ihrer Regeneration auswachsen, verschwindet das Mittel. Verharren sie aber im Zustand der Schädigung, weil die Enden der Nervenfasern auseinanderklaffen und darum keine Orientierung mehr haben, bleibt das Mittel im Nerv erhalten (Ann Neurol 57, 2005, 388).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »