Ärzte Zeitung, 23.03.2005

Sichtbare Degeneration

Neues Kontrastmittel macht geschädigte Nerven hell

WÜRZBURG (ple). Mit dem neuen Konstrastmittel Gadofluorine M gelang es Würzburger Forschern um Dr. Martin Bendszus, bei verletzten Ratten degenerierte periphere Nerven sichtbar zu machen. Damit kann indirekt auch eine Regeneration von Nerven verfolgt werden.

Das Kontrastmittel auf der Basis von Gadolinium reichert sich selektiv in Nervenfasern an, die degeneriert sind (Ann Neurol 57, 2005, 388). Solche Neuronen sind in der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) als weiße Streifen sichtbar.

Gewöhnlich regenerieren Nerven mit einer Geschwindigkeit von 1 bis zu 4 mm pro Tag von proximal nach distal. Im MRT-Bild verkürzen sich entsprechend die weißen Streifen. Nach Ansicht der Arbeitsgruppe um Bendszus läßt sich das neue Kontrastmittel diagnostisch nutzen, um frühzeitig zu erkennen, ob ein Nerv begonnen hat, sich zu regenerieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »