Ärzte Zeitung, 19.05.2005

BUCHTIP

Gift oder Wundermittel?

Botulinumtoxin, einst als "Wurstgift" bekannt geworden, ist als Faltenglätter aus der kosmetischen Medizin nicht mehr wegzudenken.

Außer für diese ästhetische Wirkung wird der von Bakterien produzierte Eiweißstoff zunehmend auch etwa bei übermäßiger Schweißsekretion, Kopf- und Rückenschmerzen, Lid- und Muskelkrämpfen, bei Nerven- oder Wirbelsäulenkrankheiten, bestimmten Formen des Schiefhalses oder gegen das Schielen eingesetzt.

Welche therapeutischen Möglichkeiten sich durch Botolinumtoxin ergeben, haben jetzt Eva Mahle und Dr. Harald Bresser aus München in ihrem Patientenratgeber "Das Botox-Buch - Gift oder Wundermittel?" zusammengefaßt.

Von Analfissur über Nerven-Muskel-Krankheiten und Migräne bis Zähneknirschen beschreiben die Autoren alle Indikationen für den Wirkstoff. Auf Risiken und unerwünschte Wirkungen dieser Therapie gehen Mahle und Bresser dabei ebenso ausführlich ein wie auf alternative Behandlungskonzepte.

Tips zur Literatur, eine Auswahl von Fachgesellschaften und Kliniken sowie Web-Adressen komplettieren die Informationen, die nicht nur für potentielle Patienten interessant sind. (hsr)

Eva Mahle, Dr. med. Harald Bresser: Das Botox-Buch - Gift oder Wundermittel? Ein Patientenratgeber. Aurelia-Verlag Baden-Baden 2005; viele farbige Abbildungen, Tabellen, Fotos, broschiert. EUR 12,90, ISBN 3-936676-26-7

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »