Ärzte Zeitung, 13.09.2005

Botulinumtoxin A auch für Langzeittherapie geeignet

Meta-Analyse von 36 Studien belegt Sicherheit

MÜNCHEN (sto). Unerwünschte Wirkungen bei einer Therapie mit Botulinumtoxin Typ A sind meist örtlich und zeitlich begrenzt. Aufgrund der bisherigen Daten ist das Mittel auch gut für die Langzeittherapie geeignet, sagt Professor Markus Naumann.

Botulinumtoxin Typ A (Botox®) werde seit mehr als 20 Jahren sicher und verträglich angewendet, sagte Naumann bei einer Veranstaltung von Allergan in München. Je mehr Erfahrungen ein Arzt mit der Substanz habe, desto geringer seien die unerwünschten Wirkungen. Botulinumtoxin Typ A könne aufgrund der Studienlage ohne Bedenken auch über lange Zeit angewendet werden, so der Neurologe vom Klinikum Augsburg.

So habe eine Meta-Analyse der Daten von 36 Placebo-kontrollierten Studien mit 2321 Patienten ergeben, daß es mit Botulinumtoxin Typ A keine schwere unerwünschte Wirkung gab. Bei einem sehr breiten Spektrum der Einsatzgebiete liege die Rate aller unerwünschten Wirkungen bei 25 Prozent im Vergleich zu 15 Prozent mit Placebo, so Naumann.

In einer anderen Untersuchung mit 235 Patienten mit neurologischen Erkrankungen, die mehr als zehn Jahre mit Botulinumtoxin A behandelt wurden, lag die Rate unerwünschter Wirkungen zwischen zwei und zehn Prozent.

Und in einer noch laufenden Beobachtungsstudie zu zervikaler Dystonie mit 326 Patienten seien nur in einer von 1036 untersuchten Blut-Proben neutralisierende Antikörper nachgewiesen worden, berichtete Naumann. Bei vier weiteren Patienten sei das Ergebnis nicht eindeutig gewesen. Der positive Antikörper-Nachweis habe die Wirksamkeit jedoch nicht beeinträchtigt.

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