Ärzte Zeitung, 15.12.2005

Effektive Hilfe für erregte Patienten

BERLIN (djb). Manische Episoden bei bipolaren Störungen und schizophrene Störungen haben vieles gemeinsam, und auch die Therapien sind ähnlich. So wirkt das atypische Neuroleptikum Quetiapin sowohl gut gegen Psychosen bei Schizophrenie-Patienten als auch gegen manische Phasen bei Patienten mit bipolaren Erkrankungen.

Typisch sowohl für Patienten mit einer Psychose als auch für Patienten mit einer Manie seien ein gesteigerter Antrieb, Selbstüberschätzung, Gereiztheit und ein Gefühl der Bedrohung, hat Dr. Frank Bergmann aus Aachen gesagt.

In der Akuttherapie geht es bei beiden Erkrankungen zunächst um eine rasche Verminderung von Aggressivität und Feindseligkeit, sowie der Selbst- und Fremdgefährdung. Bei der Langzeittherapie stehen auch kognitive Symptome im Blickpunkt.

Patienten mit akuten Erregungszuständen könnten wirksam mit Quetiapin (Seroquel®) behandelt werden, so Bergmann auf einer Veranstaltung des Unternehmens AstraZeneca in Berlin. Die Substanz zeichne sich durch ein günstiges Profil unerwünschter Wirkungen und gute Verträglichkeit aus.

In Manie-Studien führte Quetiapin im Vergleich zu Placebo zu höheren Ansprech- und Remissionsraten, zu Besserungen der aggressiven und psychotischen Symptome sowie zu einer Affektstabilisierung, sagte Bergmann.

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