Ärzte Zeitung, 09.02.2006

Leibniz-Preis geht an Hirnforscher aus Freiburg

FREIBURG (eb). Wie kommunizieren Nervenzellen im Gehirn? Antworten auf diese Frage erforscht Professor Peter Jonas von der Universität Freiburg im Breisgau. Für seine Arbeiten ist der Mediziner jetzt mit dem mit 1,55 Millionen Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2006 ausgezeichnet worden.

Zur Preisverleihung schreibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft: Jonas habe entscheidend dazu beigetragen, das Zusammenspiel der verschiedenen an der Kommunikation beteiligten Membrankanäle und Transmitterstoffe zu erklären und im zeitlichen Ablauf darzustellen. Langfristig erhoffe man sich von diesen Arbeiten, daß sie Aufschluß über die höheren Funktionen des Gehirns wie das Denken geben.

Der 44jährige Preisträger hat Humanmedizin in Gießen studiert und ist seit 1995 am Physiologischen Institut der Universität Gießen tätig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »