Ärzte Zeitung, 12.09.2006

Chip belauscht Kommunikation von Neuronen

Neuronen auf einem elektronischen Chip. Er nimmt Signale von den Zellen auf und kann die Zellen auch elektrisch stimulieren. Foto: MPI für Biochemie / Infineon Technologies

MARTINSRIED (ple). Mit Halbleiterchips lassen sich offenbar nicht nur einzelne, darauf gezüchtete Neuronen verbinden, sondern auch lebendes Hirngewebe (J Neurophysiol. 96 / 3, 2006, 1638).

Mit solchen Chips, die jeweils mehr als 16 000 Transistoren enthalten, konnten Forscher vom Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried die Kommunikation zwischen Tausenden von Neuronen innerhalb eines Gewebes belauschen.

Der Neuronen-Verbund stammte aus dem Hippocampus - dem Ort des Gedächtnisses - von Ratten. Mit Hilfe der Halbleiterchips konnten die Forscher bereits die Wirkung von Pharmaka auf Neuronen anhand der Aktivitätsmuster sichtbar machen. Die neuen Chips sollen die Hirn- und Pharma-Forschung voranbringen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Diese Videos sollten Sie unbedingt sehen

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag weiterhin

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »