Ärzte Zeitung, 17.10.2006

Autisten haben eine Barriere im Gehirn

ATLANTA (ddp.vwd). Autismus basiert auf einem Kommunikationsproblem im Gehirn. Das legt eine Studie amerikanischer Forscher nahe: Bestimmte Gehirnregionen scheinen bei Autisten anders miteinander zu kommunizieren als bei Gesunden. Dabei ist der Austausch zwischen einigen Regionen stärker als bei Vergleichspersonen ohne Autismus, zwischen anderen Regionen jedoch schwächer.

Die Forscher untersuchten 18 Autisten und 18 gesunde Vergleichspersonen per EEG. Autisten hatten zum einen in der linken Gehirnhälfte, die vor allem für Sprache zuständig ist, eine stärkere Aktivität in niedrigen Frequenzbereichen. Das könnte die Schwierigkeiten erklären, die Autisten bei der Kommunikation mit anderen Menschen haben.

Zum anderen waren Verbindungen zwischen dem Stirnhirn und den übrigen Teilen des Gehirns bei Autisten weniger aktiv. Dies könnte sich wiederum darauf auswirken, wie gut Aufmerksamkeit und Verhalten gezielt gesteuert werden können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »