Ärzte Zeitung, 20.07.2007

RLS stark genetisch bedingt

MÜNCHEN (dpa). Ein internationales Forscherteam hat genetische Ursachen für das Restless-Legs-Syndrom (RLS) entdeckt, teilt die Max-Planck-Gesellschaft in München mit.

Das Team um Dr. Juliane Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München hatte das Erbgut von 401 RLS-Patienten und 1644 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Insgesamt wurden 236 000 Genom-Bausteine untersucht. Die Forscher haben dabei drei Erbgut-Regionen aufgespürt, deren Veränderung das RLS-Risiko jeweils um über 50 Prozent erhöht.

Die Arbeit, an der auch Forscher aus Kassel, Marburg, Göttingen, Wien und Montréal beteiligt waren, wurde jetzt in "Nature Genetics" online vorab publiziert. Die neu entdeckten Gene kontrollieren auch die Embryonalentwicklung, so dass eine Entwicklungsstörung als RLS-Ursache diskutiert wird.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »