Ärzte Zeitung, 28.05.2008

MRT mit 9,4 Tesla für die Hirnforschung

JÜLICH (mut/dpa). Der weltweit größte und mit 57 Tonnen Gewicht schwerste Magnet für bildgebende Verfahren in der Hirnforschung steht seit Dienstag in Jülich.

Er ermöglicht eine Feldstärke von 9,4 Tesla. Damit sollen von 2009 an Strukturen des Gehirns erforschbar werden, die bisher nicht zu beobachten waren. Der schwere Magnet wurde am Dienstag in ein für ihn errichtetes Gebäude gestellt, wo er durch 870 Tonnen schwere Stahlwände nach außen hin abgeschirmt wird.

Er ist das Kernstück eines MRT/PET-Gerätes, mit dem sich künftig das Verhalten einzelner Zellen im lebenden Organismus verfolgen lässt. Einmalig wird bei dem komplett installierten Gerät der Durchmesser der Röhre mit 90 Zentimetern sein: Der Platz reicht aus, um Probanden Aufgaben zu stellen, bei denen sie einen Knopf drücken oder einen Joystick bewegen können. Siemens Healthcare und das Bundesforschungsministerium unterstützen das Jülicher Projekt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »